Realistische Notfalldarstellung (RND)
Das Deutsche Rote Kreuz und auch andere Hilfsorganisationen und Einrichtungen sind gerade bei der Aus- und Fortbildung ihrer Einsatzkräfte und Helferinnen und Helfer in vielen Fällen darauf angewiesen die Realität möglichst authentisch darzustellen. Hier setzt das Konzept und die Abreit der Realistische Notfalldarstellung (RND)* des DRK Göttingen-Northeim an.
Die Mitglieder unsere zwei RND-Guppen (in Göttingen und in Northeim) sind durch spezielle Ausbildungen dazu in der Lage Verletzungen und sichtbare Symptome von Erkrankungen realitätsgenau an (Verletzten-)Darstellen nachbilden. Diese Fähigkeiten macht die Realistische Notfalldarstellung zu einer der unentbehrlichen Hilfen in so gut wie allen Bereichen der Rotkreuzarbeit und wird auch immer wieder gerne von anderen (Hilfs-)Organisationen und privaten Veranstaltern in Anspruch genommen!
Eine Reportage über unsere Arbeit aus dem Jahr 2006 finden sie hier:
"Schminken in der Baubaracke"
RND als Dienstleistung für Sie
Die Dienstleistungen der RND könne auch von Ihnen in Anspruch genommen werden, beispielsweise für:
Kinderfeste (hier nur "lustiges" Kinderschminken, wie z.B. Tiergesichter)
Lehrgängen und Veranstaltungen (z.B. Erste-Hilfe-Lehrgänge in Unternehmen/Arztpraxen)
SanitätsausbildungÜbungen aller GrößenordnungenWettbewerbe und Treffen
Öffentlichkeitsarbeit
Haben Sie fragen zur Buchung unserer RUD?
Haben Sie Interesse daran unsere RND in Anspruch zu nehmen?
Sprechen Sie uns einfach direkt an, wir beantworten gerne Ihrer Fragen!
Unsere Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Seite oder im rechten Seitenbereich.
Aufgabe der RND
Die Aufgabe der Realistischen Notfalldarstellung ist es Notfallgeschehen möglichst wirklichkeitsgetreu wiederzugeben und das Verhalten von Verletzten in bestimmten Situationen darzustellen. Wirklichkeitsgetreu bedeutet in diesem Sinne, etwas so zu gestalten, wie es sich tatsächlich ereignen könnte oder gar zugetragen hat, und dabei die Sicherheit aller Beteiligten zu garantieren.
Ziel dieser wirklichkeitsgetreuen Darstellung von Notfallgeschehen ist es, die Helfer (Ersthelfer, Sanitätshelfer, Feuerwehrleute usw.) auf echte Notfälle soweit vorzubereiten, dass sie befähigt sind, die Situationen und Verletzungen zu erkennen, die bestehenden und sich entwickelnden Gefahren einzuschätzen oder eine der Situation und Verletzung angepasste Hilfeleistung durchzuführen.
Aber natürlich können wir auf Wunsch auch fast alles Schminken, was nicht mit Verletzungen zu tun hat - wie zum Beispiel Clowns- und Tiergesichter!
Ausbildung
Um Verletzungen möglichst realitätsnah darstellen zu können wendet die RND verschiedene Schminktechniken und Materialien an. Nur so können, Verletzungen oder Krankheitssymptom dargestellt werden. Aber auch ein Schockzustand, kleine Riss- oder Platzwunden, Prellungen, Knochenbrüche, Verbrennungen oder schwere Unfallverletzungen stellen kein Problem dar.
Diese Fähigkeiten uns Kenntnisse werden über die jeweils mehrtägige Lehrgänge RND-A und RND-B auf einer DRK-Schule erworben. Zudem wird das Wissen der RNDler hier auch um medizinische und juristische Kenntnisse ergänzt. Darüber hinaus wird hier gelehrt, wie die Verletztendarsteller in Bezug auf das richtige Mimenverhalten bei RND-Veranstaltungen einzuweisen sind.
Machen Sie bei uns mit: Als RNDler oder als Darsteller!
Haben Sie Interesse an unserer Arbeit und können Sie sich vorstellen bei uns mitzuarbeiten (als RNDler oder als Verletztendarsteller)? Dann sprechen Sie uns doch einfach an! Per Telefon oder E-Mail-Kontaktformular! Siehe dazu Infokasten linke Seite.
Auswahl an bisherigen Einsatztätigkeiten
Im Jahr 2007 hat die RND beispielsweise neben den regelmäßigen Dienstabenden an mehr als 18 Veranstaltungen mitgewirkt. Darunter fielen verschiedene Abschlusslehrgänge für Sanitätshelfer und Rettungsmediziner.
Bei verscheiden öffentlichen Veranstaltungen, wie im Kaufpark, der "Burg Plesse" oder dem TÜV, wurden Jugendliche und Kinder mit verschiedenen Motiven geschminkt und auch die JRK-Gruppen erhielten an verschieden Terminen einen Einblick in die Arbeit der RND.
Weiter ausgewählte Einsätze waren
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Katastrophenübung im Heidkopftunnel A38: 2007/2008
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Abschlussübung der Notarztausbildung der UMG-/BF-Göttingen (2005-08)
- Gesundheitswochen im Kaufpark (2005-2008)
Geschichtlicher Hintergrund
Die ersten RND-Ansätze entstanden bereits Ende 1930. In Großbritannien, Dänemark und Schweden entstanden zwischen 1944 und 1953 die ersten Schulungsunterlagen und Hilfsmittel. Das deutsche JRK widmet sich seit 1954 der RUD und erstellt seitdem eigenständige Schulungsunterlagen und –materialien. 1964 wurde der erste Schminkkoffer „Mehlem 64“ entwickelt, der 1991 durch den „Bavaria 91“ abgelöst wurde.