Schnelleinsatzgruppe - SEG
Die SEG ist eine flexible und in kürzester Zeit einsetzbare Sondereinheit (in 10-15 Minuten nach der Alarmierung), die den normalen Rettungsdienst bei Mittleren- und Großschadensereignissen unterstützt. Aufgrund Ihrer schnellen Einsatzbereitschaft bildet sie zudem im Katastrophenfall das Bindeglied zwischen dem regulären Rettungsdienst und dem Katastrophenschutz. Die Alarmierung der SEG erfolgt im Einsatzfall über die zuständige Rettungsleitstellen (über Funkmelder oder per automatisierter Telefonalarmierung).
Flexible Teilkomponenten
Die SEG kann an den Rettungsdienst oder an den Katastrophenschutz angegliedert sein. Die Helferinnen und Helfer der SEGn sind ehrenamtliche tätig und verfügen über für die Tätigkeit notwendige qualifizierte Ausbildungen. Die Schnelleinsatzgruppe besteht aus flexiblen Teilkomponenten (vom Rettungswagen über Notarzteinsatzfahrzeuge bis hin zu Gerätewagen), die einzelnen oder im Verband eingesetzt werden können. Die Einsatzfahrzeuge werden an verschieden Standorten in der Region vorgehalten, um jede mögliche Einsatzstelle möglichst schnell erreichen zu können. Sie sind innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne Einsatzbereit - so sind in der Regel die ersten Einsatzeinheiten in weniger als 10 Minuten einsatzbereit. Alle Kräfte können innerhalb von 20 bis 30 Minuten die Einsatzbereitschaft herstellen. Die SEG erhöht so im Einsatzfall in kürzester Zeit die Kapazitäten des regulären Rettungsdienstes um ein Vielfaches.
Entstehung der SEGn
Die gegenwärtigen SEGen entstanden in der Region Göttingen/Northeim als wesentliche Reaktion heraus auf das schwere Zugunglück vom 15.11.1992. Damlas raste in Northeim ein D-Zug in einen entgleisten Güterzug. Das Unglück forderte 11 Tote und 52 teils schwerst verletzte Menschen. Die Bewältigung dieses Unglücks führte die damaligen Rettungs- und Hilfskräfte an die Grenzen ihre Leistungsfähigkeit. Als Konsequenz aus den Erkenntnissen dieses Unglücks kam es zur Formierung der SEGn nach heutiger Konzeption in der Region Göttingen/Northeim.
SEGn im DRK Göttingen-Northeim
Die Strukturen und Organisation der SEGen sind in unseren zwei Kreisbereitschaften (KB) unterschiedlich angelegt.
Bereich der KB-Göttingen (SEG-Rettung)
Die SEG besteht in Göttingen seit 1993. Sie wird gemeinsam aus Teileinheiten vom Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter-Unfall-Hilfe gebildet. Seit 2006 zudem aus Kräften des Arbeiter Samariter Bund (ASB) und des Malteser Hilfsdienstes. Die Führung der Gesamt SEG Göttingen Stadt und Land obliegt dem Leiter der SEG, Günter Wiedland vom DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim e.V.
Die SEG der DRK-Kreisbereitschaft Göttingen ist aus historischen Forderungen der Stadt Göttingen eigenständig von der Bereitschaft Göttingen. Sie ist eine SEG-Rettung. Das Personal setzt sich im vergleich zu anderen SEGn aus einem überdurchschnittlich hohen Prozentsatz an (aktiven) Rettungs- und Lehr-Rettungsassistenten sowie Rettungssanitätern zusammen.
Die DRK-SEG Rettung (Stadt/Landkreis Göttingen) besteht aus:
DRK-SEG Göttingen Stadt
DRK-SEG Göttingen Ost (Duderstadt)
DRK-SEG Göttingen West (Hann. Münden)
Bereich der KB-Northeim (SEG-SAN Northeim und Solling/SEG Betrung Northeim und Solling)
Im Bereich der KB-Northeim werden die SEGen (Northeim, Gande, Solling) direkt aus den Bereitschaften - also dem Einsatzzug I - gebildet. Diese Organisationsstruktur folgt dem multiflexiblen DRK-Konzept der DRK-Einsatzeinheit.
Im Bereich der KB-Northeim gibt es:
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SEG SAN Northeim
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SEG SAN Solling
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SEG SAN Gande (im Aufbau)
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SEG Betreuung Northeim und Solling