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DRK-Strategie 2010 und 2010plus 

Die Strategie 2010 ist zwischen 1998 und 1999 im Auftrage der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes entwickelt worden. Insgesamt wurden 250 Personen im Roten Kreuz und Roten Halbmond und anderen führenden Organisationen in Gespräche einbezogen.
 
Im Jahr 1999 verpflichteten sich dann die 181 nationalen Rotkreuz– und Rothalbmondgesellschaften zu einer weltweiten Strategie 2010. Sie versteht sich als Leitfaden für die gesamte Arbeit der Internationalen Rotkreuz Föderation und gilt als Mindestbasis für die Strategie des DRK.

Ziel der Strategie ist es, das Leben von Menschen in Not und sozial Schwachen durch die Kraft der Menschlichkeit zu verbessern.


Leitbild der Strategie 2010

  • Katastrophengefährdung senken und lokale Selbsthilfe fördern

  • Konzentration auf Kernaufgaben

  • Verbreitung der Grundsätze und der humanitären Werte der Bewegung

  • Katastrophenhilfe (Einsatzfall)

  • Katastrophenschutz (präventiv)

  • Verbesserung des Gesundheits- und Sozialwesens auf lokaler Ebene, i.d.R. durch Ehrenamtliche

Wesentliche Vorgaben der Strategie 2010 der Internationale Föderation der Rotenkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC):

1. „Welt-Kerngeschäftsfelder“ für alle Gesellschaften obligatorisch

2. Notwendigkeit der Bündelung der Ressourcen der nationalen RK-Gemeinschaften:

  • Zur qualitativ hochwertigen Durchführung der Kerngeschäftsfelder

  • Zur Entwicklung eines klar erkennbaren Profils in Politik und Gesellschaft

  • Eingrenzung des Aufgabenkatalogs auf solche Geschäftsfelder, die die Hauptziele unterstützen

  • Vermeidung von Betätigungen, die die Aufrechterhaltung der vier Kernkompetenzen beeinträchtigen

  • Darüber hinausgehende Leistungen müssen die Welt-Kerngeschäftsfelder fördern und dürfen sie keinesfalls behindern

Umsetzung des Deutschen Roten Kreuzes: Strategie 2010plus

Aufgrund der Vielzahl staatlicher Aufgaben, die das Rote Kreuz in Deutschland übernimmt, wurde die Strategie 2010 den Verhältnissen angepasst und als Strategie 2010plus formuliert.
 
Ausgestaltung der DRK-Strategie 2010plus:

  • Konzentration auf die 4 Kernaufgaben der Strategie 2010

  • Rückbau aller von der Strategie 2010 nicht gedeckten Aufgaben: insb. Rückzug aus Aufgaben der „Regelversorgung“

  • Berücksichtigung der gewachsenen, spezifischen Aufgabenschwerpunkte des DRK bzw. der Situation im föderalistischen Deutschland

  • (Über-)Erfüllung der Mindestanforderungen der Strategie 2010 unter optimaler Nutzung der Potenziale des DRK

  • konsequente betriebswirtschaftliche Ausrichtung der marktnahen Geschäftsfelder im Regelangebot.

Um diese Position des Roten Kreuzes in der Öffentlichkeit herauszustellen, werden also die Verbreitungsarbeit, die Katastrophenhilfe, der Katastrophenschutz sowie das Gesundheits-Sozialwesen weltweit als Hauptaufgaben festgelegt und dabei eine Optimierung oder Verbessrung der RK-Strukturen angestrebt.

Begonnen hat der Strategieprozess in Deutschland im Jahr 2004. Im Mai 2006 stimmte der Präsidialrat den Ergebnissen der bundesweiten Diskussion grundsätzlich zu, im September 2006 wurde der Umsetzungsvorschlag bestätigt.
Im Bereich Rettungsdienst und ambulante Pflege wurde daraufhin eine bundesweite Datenerhebung durchgeführt. Zur Vorbereitung neuer Mustersatzungen wurden bundesweite Arbeitergruppen gebildet, die den verbandpolitischen Willen transparent und eindeutig formulieren und eine Empfehlung an das Bundespräsidium und den Präsidialrat aussprechen.


Auf Basis dieser Empfehlung wurden bis Ende 2007 Satzungsentwürfe erarbeitet. Diese sollen in den ersten zwei Quartalen 2008 diskutiert und auf einer außerordentlichen Bundesversammlung Mitte 2008 beschlossen werden. In diesem Zusammenhang hat der Landesverband Niedersachsen Vorschläge für Führungsmodelle mit getrennten Leitungs– und Überwachungsaufgaben, ein Konzept für die Ausrichtung und Vereinbarung der Arbeitsthemen sowie einen Entwurf für die kooperative Zusammenarbeit auf Landesverbandsebene vorgelegt.

Weiterführende Informationen

  • IFRC hat in der Fortführung der Strategie 2010 bereits die Strategie 2020 vorgestellt. Mehr Informationen dazu finden Sie beim IFRC (Text ein englischer Sprache): Strategy 2020 

  • IFRC bietet auch Informationen zu der Strategie 2010 (Text ein englischer Sprache): Strategy 2010 


Grundlage des Textes
Jahresbericht 2007 des DRK-Landesverbandes Niedersachsen e.V.
Ergebnisse der 1. DRK-Strategiekonferenz in Berlin, 23./24. Juni 2004
http://www.lv-rlp.drk.de/main/strategie/Strategie_2010_plus.ppt

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